Überbehüten wir unsere Kinder? Ich frage mich manchmal, wie das damals bei uns ging und so manche Anekdote wird noch heute regelmäßig erzählt. Was haben wir nicht alles angestellt. Da taucht die Frage auf: Ist echte Selbstverwirklichung heute nicht oft verwehrt duch zuviel Schutz-Kontrolle, durch übertriebene Reinlichkeit und viel zu viel Umsorgen?
Passend dazu habe ich gerade diesen netten Beitrag gefunden: Genauso war das wo es heißt
Kinder von heute werden in Watte gepackt…
Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
Ich gehöre nicht zu den Früher war alles besser-Sagern , aber das Eine oder Andere gibt mir doch zu denken. Vorallem, wenn ich mir gewisse Statistiken ansehe:
Mehr Allergien, wesentlich mehr Legastheniker (LRS) und ADS/ADHS Fälle unter unseren Kindern als früher. Nur so als Beispiele.
Ich habe den Eindruck, dass viel zu oft die Selbstverwirklichung der Kinder durch Gutes-Tun der Erwachsenen unterdrückt wird. Statt sie zu fördern, ihre Kreativität zu locken, werden sie mit Eindrücken voll gepumpt und durch falsches Spielzeug isoliert. Statt sich selber Spiele auszudenken und diese mit Freunden immer weiter auszubauen, haben viele Kinder heute elektronische Spielkameraden. Und diese funktionieren so wie man sie programmiert. Das ist vielleicht eine Herrausforderung für technisches Wissen, aber da gibt es keine Reibungsflächen mehr, keine Freundschaften die durch Dick und Dünn halten und keine Lausbubenstreiche, die fürs Leben verbinden. Lebenshilfe ist das sicher nicht.
Manche Kinder haben das Glück, eine Schule zu besuchen, die Selbstverwirklichung fördert, wie etwa die Montessori Schulen, oder einen Waldkindergarten. Aber vielen, vorallem wenn sie in Städten aufwachsen bleibt diese Chance verwehrt. Wie kann ein Kind sich selbst verwirklichen, wenn es nicht kreativ gefördert wird? Und diese Förderung muss nicht mal von außen kommen, schon weniger kann hier mehr sein. Und damit hier nichts falsch verstanden wird, ich rede absolut nicht von antiautoritären Erziehung, sondern ganz einfach davon, Kinder nicht einzuengen mit Behüten und Geschenken, was ihnen im Grunde den Raum zur Selbstverwirklichung und Entfaltung nimmt. Das richtige Maß ist entscheidend.
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