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Ernährung

Ok, gleich vorne weg: Ich bin kein Ernährungswissenschaftler und ich bin auch kein sogenannter Gesundheitsapostel - ich esse nicht mal Müsli. :o)

Eines ist mir aber doch, als auf diesem Gebiet durchschnittlich gebildeter Mensch, sehr klar:
Wir rennen mit offenen Augen in eine Katastrophe!

Neben den USA schiebt sich Deutschland unaufhaltsam an die Weltspitze in der Kategorie Übergewicht. Woher rührt das frage ich mich da. Ich kann mich des Verdachtes nicht entziehen, dass es stark mit dem gleichen Grund zusammenhängt, wie das viele Fernsehen und die Computerspielsucht vieler Jugendlichen: Mangelnde Aufmerksamkeit der Eltern. Es fängt wahrscheinlich ganz harmlos an und ist nicht mal den Eltern selber bewusst. Man kocht mal schnell was oder gibt mal so eben einen Fünfer für McDonalds oder dergleichen.
Viele Jugendliche hängen einfach zu viel alleine rum und einige kochen sich sogar selbst. Das resultiert dann in: Spaghetti - Hamburger - oder ähnlichem im Übermaß. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist da meist nicht möglich. Zuzüglich wird heute in vielen Familien abends die Hauptmahlzeit eingenommen, das tut ein Übriges.

Ich habe vor zwei Wochen eine Reportage im TV gesehen. Speziell daran ist, dass es um die Einrichtung Adipositas Rehabilitationszentrum INSULA ging. Warum speziell? Nun, ich war von 1968 - 1972 in der INSULA. Damals war es noch eine Internatsschule und ich habe viele Erinnerungen an diese Zeit des Erwachsenwerdens dort. Wir waren ein bunt gemischter Haufen von Teeangern aus ganz Deutschland und bis auf ein paar etwas vollschlanke Mädels, waren wir alle eher schlank. Und wir hatten vorallem eines: Ernährungskunde als Unterrichtsfach. Gibt es das heute noch als Schulfach? Wäre meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Pflichtfach.

Ich habe diese Reportage über die Mädchen mit Adipositas sehr aufmerksam angesehen.
Zwei Mädchen wurden ein Jahr lang begleitet. Hier konnte man ganz deutlich die Kraft des Willens sehen. Während die Eine konsequent auf ihr Ziel zuging und sogar freiwillig den Aufenthalt von zuerst drei Monaten um die selbe Zeit verlängerte (immer das Ziel im Auge: Ausbildungsplatz bei Udo Walz), hatte die Andere nicht genug Willpower. Trotz des sichtlichen Erfolges wollte sie nicht mehr bleiben. Das Heimweh und die gewohnte Umgebung waren ihr wichtiger als ihr großes Ziel.

Da haben wir es wieder ganz deutlich: Dein Wille bestimmt dein Leben! Der Wille ist (als Teil unserer Gedanken) mit unser stärkster Lebenquell, er macht alles möglich.

(c) D.C. Wartenberger